Name: Ralfeva Millionär
Kontakt: favorita@gmx.de
Studiert Logik und Bildung, seit 58 Jahren und ist immer noch nicht aus gebildet.
Mitbegründerin der Zeitschrift “Bayern-Szene” in den 70ern
1980 als Redakteurin im Berner-Verlag gearbeitet.
Bis heute in etwa 20 Anthologien erschienen u.a. bei Acheron,- Realis,-
Brentano oder Brockmeyer Verlag um nur einige zu nennen. Siegerin im
Online Poetry-Slam. Einträge in der Jokers-Gedichtdatenbank . 1.Preis beim F&F
Literaturpreis in Sachen Satire und Nonsens. usw.
Acheron fragt Ralfeva Millionär;
Welches Buch würdest Du niemals weggeben?
Mein Notizbuch, denn es ist voller Ideen, für die ich mich erwärme, weil sie den
Gedanken entspringen, bei denen sich die Gemüter erhitzen.
Was ist schwerer, etwas Anfangen oder etwas Beenden?
Durchhalten finde ich oft schwieriger, als etwas zu beginnen oder zu beenden.
Eine Arbeit beginnen kann glücklich machen und sie beenden auch.
Das gleiche gilt für Partnerschaften oder Reisen usw.
Durchhalten, Hinschauen und Lernen, heißt die Parole.
Wem würdest Du Dein letztes Hemd geben?
Dem der es braucht, aber die Taschen muß man sich selbst dran nähen.
Du findest einen 50 Euro Schein. Was machst Du damit?
Ich halte ihn hoch und rufe laut, genieße die ungeteilte Aufmerksamkeit und erwarte
von meiner Intuition, den echten Verlierer zu finden. Sollte das scheitern, stecke
ich den Schein, mit Einverständnis des Publikums, ein und lasse mir deren Adressen in
mein Notitzbuch eintragen um alle zur Lesung: “Die Geschichte vom gefundenen
Schein,” einzuladen.
Wem hörst Du gern zu?
Dem Knistern des Feuers,
dem Säuseln des Windes,
dem Rauschen des Meeres,
dem Prasseln des Regens,
dem Leuchten der Sterne,
dem Wachsen der Gräser,
und meiner eigenen Fantasie.
Was ist Deine Lebensmaxime?
“Hauptsache, man hat ein gutes Herz!”
An was glaubst Du?
Ich glaube an die Metamorphose der Energien und daran,
dass man die Energie “Gott” nicht außerhalb und irgendwo,
sondern nur in sich selbst finden und erfahren kann.
Was hast Du Dir zuletzt Gutes gegönnt?
Schlaf ist das Gute, dass ich mir täglich nach einem anstrengenden Tag gönne. Ich
schlafe gerne und schliesse bewußt jeden Tag ab. Mit etwas Glück erinnere ich mich
morgens an meine Träume und habe somit das passende Frühstück für meine Fantasie.
Was / Wann ist Deine erste Erinnerung?
Meine Mutter machte das Radio an und es erklang Musik. Fasziniert davon stellte ich
mich auf, lief zu diesem klingenden Schrank, hielt mich fest und wippte im Takt. Ich
war etwa 9 Monate alt.
Was passiert am 21.12.2012?
Die Menschen werden ihre übrig gebliebenen oder gebunkerten Raketen zünden und zum
ersten Mal in der Geschichte, Silvester noch vor Weihnachten feiern.
Neujahr (also der 1. Januar) ist somit am 22. Dezember. Die Zeitrechnung gerät
durcheinander, der alte Kalender stimmt nicht mehr und die Mayas hatten recht.
Junger Lenz
Noch zeichnet das Grau trüber Tage
der Landschaft ein trostloses Bild
und aus dem gebrechlich Erstarrten
knospen erneut junges Leben,
die Tugend der Wildnis ist Geben.
Oh seht nur in Landschaft und Garten
erwarten uns Blumen und Blüten,
um Freude im Herzen zu hüten.
Es taut schon in nebligem Tale
drum kommet die Zeit in der Wühler
von unten den Boden aufstoßen
und Wiesen behügeln mit Erde
auf das es nun Frühling bald werde,
mit kleinen Gefühlen und großen
Erwartungen füllt sich die Brust,
die Sonne erweckt Lebenslust.
Er zeichnet mit himmlischer Farbe
und lässt uns erwarten den Frühling,
sein Inhalt erwärmt unser Herz,
erwärmt auch die Temperaturen
begrünet die Felder und Fluren
denn immerhin ist es schon März.
Der Föhn küsst sanft alle Triebe,
junger Lenz, wie sehr ich Dich liebe!
Meisterprüfung
Es schiebt ein Vorhang sich vor seine Augen
und ungestüm verwildert nun sein Herz.
Des Mammons Gitterstäbe werden Natronlaugen,
betäubter Wille kreist um seinen Schmerz.
Der Dornbusch dessen wilde Rosen
betörend duftend seine Sinne wiegen,
blüht längst nicht mehr, lässt sich nicht kosen,
da Dorn mit Dornen sich zusammen schmiegen.
Ach, knospen auch die fernen Träume,
keimen der Hoffnung Lebensgeister,
es weiten sich nur eigene Seelenräume
und machen ihn da selbst zum Meister.
Hau ab, ich lieb Dich !
Du bist nicht bereit mit mir Stille zu säen
und all Deine Nähen sind Zwang.
Wir wollten zu zweit unser Leben beschreiten
doch nichts, ausser streiten, gelang.
Nun leben wir Trennung von Hören und Sehen,
wir beide gehen uns oft aus dem Weg.
Die Herzenserkennung, als zartes Entstehen,
wie Winde verwehen, wird Wahrheitsbeleg.
Es weint meine Seele, drum laß’ ich Dich ziehen,
in Leidenschaft glühen, es schmerzt.
Ob wir uns nun fehlen?
Ein gemeinsames Leben wirds kaum für uns geben,
Wir haben’s verscherzt.
